Das Konkretisierungsraster sieht sich eine Sprachhandlung genauer an (z. B. den Operator
"Beschreiben"). Mit dem Raster kann man die sprachlichen Anforderungen dieses Operators sowie die mit ihm verbundenen Sprachstrukturen analysieren.
Dieses Instrument kann bei jeder Aufgabenstellung verwendet werden, die eine Sprachhandlung erfordert.
Durch das Konkretisierungsraster werden sich die LuL erst bewusst, vor welche sprachlichen Anforderungen SuS bei der Bewältigung des jeweiligen Fachthemas gestellt sind und - welche Sprachmittel sie brauchen, um angemessen darüber reden oder schreiben zu können:
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Vgl. Tajmel Tanja/Hägi-Mead, Sara (2017): Sprachbewusste Unterrichtsplanung. Prinzipien, Methoden und Beispiele für die Umsetzung. Münster/New York: Waxmann Verlag. S. 80.
Vorgehensweise:
(Sie möchten, dass die SuS am Ende der U.-Einheit sachlich angemessen - d. h., mit bildungssprachlichen Formulierungen - über das Thema sprechen können.)
Dass eine derartige systematische Vorgehensweise wichtig und notwendig ist, ergibt sich aus der Tatsache, dass in den Lehrplänen keine konkreten Angaben zur Sprachbildung in den Fachgegenständen gemacht werden. Zudem werden in den Fächern meist nur Fachbegriffe thematisiert, nicht jedoch die bildungssprachlichen Strukturen (Sätze, spezifische Formulierungen u. a.), die SuS benötigen, um sich fachgerecht ausdrücken zu können.
Unterstützung für die SuS im Unterricht
Auf Basis des Konkretisierungsrasters können nun Scaffolds (sprachliche Hilfen) vorbereitet und im Unterricht angeboten werden, z. B.:
Weitere Scaffolds finden Sie -> hier.